Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Delta Quads

Der Saisonauftakt in der 3. Bundesliga war am 5. Juni 2016 ein Lokalderby. Die Rhein-Neckar Delta Quads kamen aus dem nur eine Stunde entfernten Mannheim zu den RocKArollers nach Karlsruhe.

Schon von Anfang an herrschte in der Rheinstrandhalle eine Bombenstimmung. Die Fans der Deltas hatten ihr Team nach Karlsruhe begleitet und waren mit Fangesängen und großen Fahnen am Start. Die Deltas hatten 12 Spielerinnen auf dem Roster, von den RocKArollers mussten leider noch zwei absagen, sodass sie zu zehnt waren. Drei der RocKArollers, DynaMeid, Julie Manie und Mollytov Blocktail, hatten ihren ersten Bout. Sie waren besonders aufgeregt und freuten sich besonders auf das Spiel. Man merkte deutlich, dass die beiden Teams unterschiedliche Taktiken hatten. Während die Delta Quads drei Spielerinnen dabei hatten, die fast nur fürs Jammen verantwortlich waren, waren die RocKArollers vielseitiger im Einsatz. Die Jammerinnen waren auch oft als Blocker oder Pivots auf dem Track, während die Blocker auch ab und zu jammen durften.

Die erste Halbzeit begann sehr gut für die Gäste aus Mannheim. Nach sieben Jams stand es 49:0 für die Delta Quads. Immer wieder konnten ihre Jammerinnen ordentlich Punkte einfahren, weil die Walls der Deltas bombenfest standen und die Karlsruher Jammerinnen im Initial Pass festhielten. Die RocKArollers gaben ihr Bestes, um aufzuholen. Im 12. Jam der ersten Halbzeit wurde Arie Hell als Jammerin der Deltas nach einem Forearms auf die Box geschickt. Effi Biest nutzte die Chance: Ihr Powerjam brachte den RocKArollers 14 Punkte ein. Damit lagen die Delta Quads nur noch mit 50 Punkten vorne. Doch das war es dann auch wieder für eine Weile mit Punkten für die Karlsruher. Jam für Jam holten sich die Deltas zuerst denLeadjammerstatus und dann die Punkte. Mit jeweils 4 oder 5 Punkten pro Jam vergrößerten ihren Vorsprung immer mehr. Die starken Walls forderten aber auch viel Körpereinsatz, und das nicht immer legal: Drei  Blockerinnen der Deltas hatten nach der ersten Halbzeit schon jeweils fünf Penalties absitzen müssen. Insgesamt hatten die Mannheimer 25 Penalties in der ersten Halbzeit bekommen, die RocKArollers dagegen nur 9. In der Halbzeitpause zeigte das Scoreboard 118:46 für die Delta Quads an.

Der große Punkterückstand brachte die RocKArollers dazu, ihre Taktik zu ändern. Statt erfahrene Jammer und Blocker mit weniger Spielerfahrung aufzustellen, drehten sie den Spieß um. Effi Biest beispielsweise war in der ersten Halbzeit 12 Mal als Jammer aufgestellt, in der zweiten Hälfte des Bouts stand sie nur 2 Mal hinter der Jammer Line. Sie war ab jetzt als Pivot auf dem Track. Julie Manie war in der ersten Halbzeit hauptsächlich als Blocker auf dem Track gestanden, jetzt durfte sie in ihrem ersten Bout auch zeigen, was sie als Jammerin kann. Dazmaniac Devil profitierte auch sehr von der neuen Taktik: Sie konnte in der zweiten Halbzeit 23 Punkte machen. Die erfahreneren Blocker der RocKArollers bildeten stabilere Walls als es in der ersten Halbzeit der Fall war und unterstützten ihre Jammer mit Offenses und Star Passes, wo es nur ging. Die zweite Halbzeit ging insgesamt um einiges lebendiger und rasanter zu. Pro Seite gab es fünf Powerjams. Gefährlich wurde es für die Deltas, als Mulan Rouge, Crash Pebbles und Rhonda Housekick jeweils ihr sechstes Penalty machten. Sie hatten aber noch mal Glück­ keine der drei foulte aus. In den letzten vier Jams gaben die RocKArollers noch einmal alles. Sie stellten einige ihrer besten Spielerinnen auf, um noch ein paar Punkte zu holen und vielleicht auch noch die 100 zu knacken. Effi Biest fuhr im letzten Jam noch einmal 15 Punkte für die RocKArollers ein. Leider reichte es damit nicht ganz für die 100 Punkte: Der Endstand lautete 208:98 für die Delta Quads. Mit 110 Punkten Vorsprung waren sie eindeutig das bessere Team gewesen.

Vielen Dank an die Rhein­Neckar Delta Quads für ein spannendes Spiel! Wir freuen uns schon auf den nächsten Bout, wenn hoffentlich alle 10 Rookies von uns  mitspielen können. Mal schauen, ob das dann genauso ausgeht 🙂